Polizei warnt vor Online-Betrug: Infoabende für Senioren gehen im November weiter

(Kanton TI). Die Kantonspolizei Tessin und Pro Senectute haben ihre gemeinsamen Informationsveranstaltungen zur digitalen Sicherheit auch im Oktober 2026 fortgesetzt.

Bei Vorträgen in Faido, Bedano, Mendrisio und Augio im bündnerischen Calancatal erhielten Interessierte praktische Hinweise zum sicheren Umgang mit digitalen Risiken.

Polizei.news | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Veranstalter: Pro Senectute und Kantonspolizei Tessin.
  • Thema: Digitale Sicherheit und Prävention.
  • Veranstaltungen im Oktober: Faido, Bedano, Mendrisio und Augio.
  • Zusammenarbeit: Der Anlass in Augio im Calancatal fand mit Unterstützung der Kantonspolizei Graubünden statt.
  • Ziel: Die Bevölkerung über digitale Risiken informieren und für einen sicheren Umgang mit digitalen Angeboten sensibilisieren.
  • Fortsetzung: Weitere Veranstaltungen im November 2026.
  • Angekündigte Orte: Gambarogno, Lugano, Cugnasco, Maggia und weitere Gemeinden.

Polizei und Pro Senectute stärken die digitale Sicherheit

Auch im Oktober haben Pro Senectute und die Kantonspolizei Tessin ihre gemeinsame Vortragsreihe fortgesetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand die digitale Sicherheit.

Die Treffen boten Gelegenheit, mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen, nützliche Informationen weiterzugeben und das Bewusstsein für Prävention zu stärken.

Die Veranstaltungen fanden in Faido, Bedano und Mendrisio sowie in Augio im Calancatal statt. Der Anlass in Augio wurde dank der Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Graubünden ermöglicht.





Weitere Vorträge im November geplant

Die Präventionsarbeit wird im November fortgesetzt. Geplant sind weitere Informationsveranstaltungen in Gambarogno, Lugano, Cugnasco, Maggia und anderen Ortschaften.

Dabei soll erneut die digitale Sicherheit im Mittelpunkt stehen. Zusätzlich möchten die Organisatoren weitere Themen ansprechen, die für die Sicherheit der Bevölkerung wichtig sind.

Genaue Veranstaltungsdaten und Uhrzeiten wurden in der Mitteilung nicht genannt.

Wissen schützt vor Betrugsversuchen

Digitale Dienstleistungen erleichtern viele Aufgaben im Alltag. Gleichzeitig können betrügerische Nachrichten, gefälschte Internetseiten und angebliche Anrufe von Banken oder Behörden zu erheblichen Risiken werden.

Die gemeinsamen Informationsveranstaltungen sollen den Teilnehmenden helfen, solche Gefahren besser zu erkennen und im Zweifelsfall richtig zu reagieren.

Besonders wertvoll ist dabei der direkte Austausch mit Fachpersonen der Polizei und von Pro Senectute.

 

Quelle: Kantonspolizei Tessin
Bildquelle: Kantonspolizei Tessin


Polizei.news informiert | Digitale Sicherheit im Alltag

Internetbetrug erkennen: Fünf wichtige Schutzmassnahmen für den digitalen Alltag

Ob E-Banking, Online-Einkäufe, E-Mail oder Nachrichten über das Smartphone: Digitale Angebote sind für viele Menschen selbstverständlich geworden. Betrüger nutzen diese Möglichkeiten ebenfalls und versuchen, an persönliche Daten oder Geld zu gelangen. Die Empfehlungen von Pro Senectute und des Bundesamts für Cybersicherheit zeigen, wie sich typische Betrugsversuche erkennen lassen und welche einfachen Gewohnheiten die Sicherheit verbessern.

1. Vorsicht bei unerwarteten Nachrichten und Links

Eine angebliche Paketzustellung, eine offene Rechnung oder ein Hinweis auf ein gesperrtes Bankkonto: Solche Mitteilungen sollen häufig dazu verleiten, einen Link anzuklicken und persönliche Daten einzugeben.

Absender überprüfen: Eine Nachricht kann echt aussehen, obwohl sie von Betrügern stammt. Auch Logos bekannter Unternehmen lassen sich kopieren.

Websites selbst öffnen: Wenn Sie eine Meldung Ihrer Bank oder eines Paketdienstes überprüfen möchten, öffnen Sie die Ihnen bekannte Website selbst oder benutzen Sie die offizielle App.

Dasselbe gilt für QR-Codes. Auch sie können auf gefälschte Internetseiten führen. Scannen Sie unbekannte Codes deshalb nicht unüberlegt.

2. Sichere Passwörter und zusätzliche Anmeldung nutzen

Ein Passwort sollte möglichst lang und für jedes wichtige Benutzerkonto unterschiedlich sein. Besonders sorgfältig geschützt werden sollten E-Mail-Konten, Bankzugänge und Konten, über die weitere Passwörter zurückgesetzt werden können.

Passwortmanager: Ein geeignetes Programm kann starke, unterschiedliche Passwörter speichern. Dadurch müssen Sie sich nicht für jeden Dienst eine komplizierte Zeichenfolge merken.

Zwei-Faktor-Authentifizierung: Wo möglich, sollten Sie zusätzlich zum Passwort eine zweite Sicherheitsstufe aktivieren. Das kann beispielsweise eine Authentifizierungs-App sein.

Wichtig ist jedoch, unerwartete Anmeldebestätigungen niemals einfach freizugeben. Betrüger können versuchen, auch solche Sicherheitsabfragen zu manipulieren.

3. Falsche Bankmitarbeiter und Polizisten erkennen

Telefonbetrüger geben sich häufig als Mitarbeitende einer Bank, der Polizei oder einer anderen vertrauenswürdigen Stelle aus. Sie behaupten beispielsweise, ein Konto sei gefährdet oder ein Angehöriger benötige dringend Geld.

Keine Geldübergabe: Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen, die angeblich im Auftrag einer Bank oder der Polizei handeln.

Keine Zugangsdaten: Passwörter, PIN-Codes und einmalige Sicherheitscodes gehören nicht in ein Telefongespräch mit unbekannten Anrufenden.

Legen Sie bei verdächtigen Anrufen auf. Wählen Sie anschliessend selbst die offizielle Nummer Ihrer Bank oder bei einem Polizeiverdacht die 117. Vertrauen Sie nicht allein auf die im Display angezeigte Telefonnummer, da diese gefälscht sein kann.

4. Angehörige können bei verdächtigen Nachrichten helfen

Betrüger setzen häufig auf Zeitdruck, Angst oder die Behauptung, etwas müsse unbedingt geheim bleiben. Dadurch sollen Betroffene daran gehindert werden, Rückfragen zu stellen.

In Ruhe prüfen: Eine überraschende Geldforderung muss nicht sofort beantwortet werden. Nehmen Sie sich Zeit und sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens.

Bekannte Nummer benutzen: Meldet sich angeblich ein Familienmitglied mit einer neuen Telefonnummer und bittet um Geld, kontaktieren Sie es über die bisher bekannte Nummer.

Gerade innerhalb von Familien kann eine einfache Absprache helfen: Bei unerwarteten Geldforderungen oder Nachrichten mit dringenden Zahlungsaufforderungen wird zuerst unabhängig nachgefragt.

5. Bereits auf einen Betrug hereingefallen? Schnell reagieren

Wer auf einen betrügerischen Link geklickt oder persönliche Daten eingegeben hat, sollte möglichst rasch handeln.

Passwort ändern: Wurde ein Passwort auf einer verdächtigen Seite eingegeben, ändern Sie es über den echten Dienst. Falls dasselbe Passwort anderswo verwendet wurde, muss es auch dort ersetzt werden.

Bank informieren: Wenn Bank- oder Kreditkartendaten betroffen sind, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank. Fragen Sie, ob Karten oder Kontozugänge gesperrt und Zahlungen noch gestoppt werden können.

Bewahren Sie Nachrichten, Telefonnummern und Zahlungsbelege auf. Bei einem finanziellen Schaden oder einem konkreten Betrugsverdacht sollten Sie Anzeige bei der Polizei erstatten. Verdächtige Online-Inhalte können zudem dem Bundesamt für Cybersicherheit gemeldet werden.

Gut zu wissen: Eine seriös wirkende Website oder eine Schweizer Telefonnummer ist kein Beweis für die Echtheit einer Nachricht. Betrüger können Internetseiten nachahmen und Rufnummern manipulieren.

Praktischer Tipp: Speichern Sie die offizielle Telefonnummer Ihrer Bank und einer vertrauten Person im Smartphone. Bei einem verdächtigen Anruf können Sie so das Gespräch beenden und die Angaben unabhängig überprüfen.

Polizeinotruf: Bei einem laufenden Betrugsversuch, einer angekündigten Geldübergabe oder einer unmittelbaren Gefahr wählen Sie 117.

Weitere Informationen: Aktuelle Warnungen vor digitalen Betrugsmaschen finden Sie bei Cyberpolice.ch. Weitere praktische Tipps bietet Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

Empfehlungen